Nach einer gefühlten Ewigkeit konnte der Theaterkeller am PG wieder in Betrieb genommen werden, was vor allem einer motivierten Gruppe von Lehrerinnen und Lehrern um Herrn Paun zu verdanken ist. Am 17.03.2025 führte Matthias Klösel von der Theaterwerkstatt Augsburg das Stück „Ein ganz gewöhnlicher Jude“ für die Geschichtskurse der Q12 und das P-Seminar „ACTive – Meinungen dramatisch gestalten“ auf. Das Stück beschäftigt sich mit gegenwärtigem Antisemitismus und spielt dabei immer wieder auf kritische Art und Weise mit der „Political Correctness“ der modernen Gesellschaft. Es wird eindringlich verdeutlicht, warum es immer noch „ungewöhnlich“ bzw. etwas „Besonderes“ ist, Jude in Deutschland zu sein.
Die knapp 100 Zuschauer folgten dem Ein-Mann-Theater aufmerksam, was unter anderem daran lag, dass das Stück weniger die historische Dimension des Antisemitismus thematisiert, sondern viele Fragen aufwirft und gleichzeitig einen klaren gesellschaftlichen Auftrag mitgibt: Sprecht miteinander, nicht übereinander! So konnten im Anschluss an die Aufführung noch zahlreiche Nachfragen geklärt werden, wobei es nicht nur um künstlerische Aspekte ging, sondern auch um aktuelle antisemitische und weitere extremistische Entwicklungen in Deutschland.
S. Heger